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Dead Space 2: Horror bis der Arzt kommt!

    von Anonymous  |  Kommentare

Wir erinnern uns: Ende 2008 schenkte uns der Entwickler Visceral Games eines der entsetzlichsten unheimlichsten und düstersten Games aller Zeiten! – DEAD SPACE – jetzt ist der Nachfolger Dead Space 2 erschienen und es wird Zeit den 3rd Person Survival-Horror auf Herz und Nieren zu testen…

Übersicht: Einführung | Im Weltraum | Gameplay | Video | Fazit

Ich versuche ruhig zu bleiben … langsam und vorsichtig durchschreite ich den dunklen engen Gang, der nur durch den Schein meiner kleinen Taschenlampe und ein nervös flackerndes Licht ein wenig erhellt wird. In meiner Umgebung ist es trügerisch still, doch in der Ferne, in den Lüftungschächten und durch die ganze Station hallen dumpfe Geräusche, leise Schreie und das Knirschen von Metall… Da! Was war das? Vor mir ist etwas an einer Weggabelung vorbeigehuscht. Ich bin auf alles Furchterregende gefasst, was hinter der nächsten Ecke auf mich lauern könnte. Doch bevor ich ans  Weiterlaufen denken kann springt plötzlich mit ohrenbetäubendem Lärm ein furchteinflößender, wie von Sinnen schreiender Mutant direkt über mir aus dem Lüftungsschacht. Verzweifelt versuche ich dem Monster Arme und Beine abzutrennen, ich weiche zurück und merke im selben Moment, dass hinter mir ebenfalls ein Nekromorph in der Dunkelheit lauert… Schieße und lauf, lauf so schnell du kannst!

„Im Weltraum hört dich niemand schreien…“

…an dieses Motto, bekannt von dem Cover des Filmes „Alien“ (1979), haben sich auch die Entwickler von Visceral Games bei Dead Space 2 wieder gehalten… der Horror, der auf dem Abbauraumschiff USG Ishimura begann geht in eine neue Runde. Diesmal befindet sich der Spieler wieder in der Rolle des Isaac Clarke auf einer gigantischen Raumstation genannt „The Sprawl“ auf dem Saturn-Mond Titan. Drei Jahre sind seit den Ereignissen aus Teil 1 vergangen, in dem Isaac gerettet wurde. Seitdem befindet er sich in psychiatrischer Behandlung, da das ganze Grauen und der Einfluss des mysteriösen Markers, ein altes Artefakt, das ahnungslose Menschen in bestialische Nekromorphs verwandelt (eine Art verbesserte Version von Zombies :-)) ihm stark zugesetzt haben. Er wird von Alpträumen und Halluzinationen geplagt. Es kommt wie es kommen muss: Erneut bricht der Wahnsinn aus und Isaac befindet sich inmitten eines Alptraums auf der riesigen Raumstation. In einer Zwangsjacke verpackt ohne Waffen und absolut hilflos muss sich Isaac zu Anfang gegen die Mutanten behaupten. Der ehemalige Mechaniker findet jedoch schnell zu gewohnter Stärke und Durchsetzungsvermögen im Kampf gegen das Grauen zurück.

Ähnlich wie der Vorgänger ist auch Dead Space 2 ganz und gar nichts für schwache Nerven. Schon der erste Teil ließ nachts den Gamer vor dem PC erzittern. Auch ich – mittlerweile durch meine Vorliebe für Horrorfilme- und Spiele, speziell Science-Fiction Horror etwas abgehärtet – stoße bei Dead Space an meine Grenzen, denn es gibt oftmals Stellen an denen man vor Angst und bösen Vorahnungen einfach mal kurz pausieren und sich eine ruhige Minute gönnen muss.  Auch heftiges Zusammenzucken bei Schockmomenten ist bei vor Allem nachts und alleine garantiert…

Grafisch ist Dead Space 2 zwar nicht mehr ganz auf der Höhe, dennoch ist diese völlig ausreichend und das Spiel von Licht und Schatten sowie fantastische Weltraumpanoramen runden das ganze Bild perfekt ab! Ein weiteres wichtiges Element, welches wohl das meiste der gruseligen Atmosphäre ausmacht ist wohl der erstklassige Sound. Alleine die Nebengeräusche, die dumpf durch die ganze Station hallen lassen das Blut in den Adern gefrieren. Die Lautstärke sollte stets auf authentischem Level sein, nicht zu leise, denn sonst sind plötzliche schreiende Viecher weniger furchterregend. 🙂

Video

Gameplay

Kommen wir nun zum eigentlichen Gameplay: Während ihr durch „The Sprawl“ streift werden euch Horden von gnadenlosen Feinden begegnen mit u.a. alten Bekannte wie z.B. die „normalen“ Nekromorphs deren Freunde und einige Bossgegner. Zu ihnen gesellen sich nun Neuzugänge wie die „Puker“, welche euch einfach mal seelenruhig vollkotzen und ziemlich widerspenstig sind und meine absoluten Angstgegner, die „Stalker“ – Ihr Verhalten ist wohl vom Velociraptor abgekupfert, denn diese sind immer in Gruppen unterwegs und lieben es aus dem Hinterhalt anzugreifen. Sie verstecken sich z.B. sehr gerne in einem Labyrinth aus Containern. Einer von ihnen wird kurz hinter einer Ecke hervorschauen und eure Aufmerksamkeit auf sich ziehen während die anderen euch von der Seite attackieren, sich jedoch sofort wieder zurückziehen um das gleiche Schema erneut auszuführen. Im Laufe des Spiels wird man leider auch auf einen unbesiegbaren Gegner treffen dessen Gliedmaßen einfach wieder nachwachsen, was etwas lästig ist und meiner Meinung nach unnötig ist. Wie gewohnt könnt ihr aber allen Gegnern mit netten Waffen und Werkzeugen die Gliedmaßen abtrennen und eure Feinde taktisch verstümmeln, denn diese kriechen zum Teil auch ohne Beine mit ihren langen Klauen weiter. Isaac kann um Munition zu Sparen auch kräftig zuschlagen oder zu Boden gegangene Monster zertreten. Kleine Empfehlung: Wer Dead Space 1 bereits kennt sollte Teil 2 auf „schwer“ spielen – aber auch Anfänger sollten davor nicht zurückschrecken denn auch der erhöhte Schwierigkeitsgrad sorgt für Atmosphäre und es sollte immer einen Weg geben lebend durch die 15 Kapitel zu gelangen, welche insgesamt eine Spielzeit von ca. 10-12 Stunden haben.

Während dem netten Aufenthalt auf Titan werdet ihr auch auf einige „Rätsel“ stoßen deren Schwierigkeitsgrad lächerlich ist aber dennoch das Spielgefühl auflockert z.B. müsst ihr eine Leiche vor einen Scanner halten damit ihr Zugang zu einem verschlossenen Bereich erlangt, Konsolen hacken, oder mit Kinese Maschinenteile bewegen. Mit Kinese ist es übrigens auch möglich herumliegende Teile auf Neks zu schießen und diese schwer zu verwunden.

Wenn ihr mal eben ein paar Einkäufe erledigen müsst könnt ihr an den zahlreichen Automaten Waffen, Munition und Rüstungsupgrades kaufen. Auch Upgrades der Ausrüstung sind an Werkbanken möglich dafür benötigt ihr die seltenen Energieknoten die man vereinzelt finden kann.

Fazit

Dead Space 2 ist wie schon der Vorgänger verstörend und sorgt für so manchen Herzstillstand. Mit brillanter Atmosphäre und Sound wird hier Science-Fiction Horror feinster Qualität geboten. Die Schockmomente können überzeugen vor Allem können die Entwickler den Spieler geschickt täuschen und in falscher Sicherheit wiegen. Gegen Ende nutzen sich diese Schockelemente ein wenig ab, da man den Nekromorphs einfach kalt und ohne Gnade begegnet und sich nur noch durch die Reihen schnetzelt. Dennoch bleibt der Survival-Horror und die Angst vor dem Ableben ständig erhalten. Dead Space 1 war zwar manchmal deutlich erschreckender, nichtsdestotrotz können wir sagen, dass der Nachfolger ein wenig besser ist! Ansonsten ist uns nur noch aufgefallen, dass es weniger Bossgegner gibt – ihr dürft also keine großen Brummer erwarten jedoch hin und wieder Massenansturm auf Isaac.

Pro

  • Extremer Stress  garantiert 🙂 vor Allem bei Nacht und alleine
  • Tolle Atmosphäre
  • Neue unglaublich fiese und zähe Gegner
  • Schockmomente, die für Herzstillstände sorgen
  • Schöne Weltraumpanoramen und schön designte Raumstation
  • Extrem fesselnder Klang
  • Tolles Spiel von Licht und Schatten
  • Echt abstoßende Gegner die zum fürchten sind!
  • Angenehm lange Spieldauer (10-12 Std.)
  • Kinese zur Selbstverteidigung
  • Taktisches Zerstückeln
  • Mehr Dialoge zwischen Isaac und Überlebenden bzw. Widersachern

Contra

  • Kaum Bossgegner
  • Gegen Ende sehr Action-lastig, weniger Schockmomente und großes Gemetzel

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